PREMABÜBA

Weiberfaasenacht

18.02.2012 | 19.00 Uhr
Premabüba
Congresshalle Saarbrücken
Ticket ab 26,- EUR
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Der PREMABÜBA und seine Geschichte

„Saarbrücken, das liegt da, wo der PREMABÜBA stattfindet.“ (SZ, 10.02.1975)

Der Grundgedanke dieser Veranstaltung ist eigentlich schon älter als 60 Jahre. Der Ahnherr des PREMABÜBA, das „Saarbrücker Presse- und Künstlerfest“, fand bereits am 7. März 1914 statt. Träger dieser Veranstaltung waren der „Presseverband“, der „Lokalverband der Deutschen Bühnengenossenschaft“ und der „Kunstverein“. Nach einer längeren Pause folgte dann 1927 ein weiterer Vorläufer des PREMABÜBA, der „Presse- und Bühnenball“ („Prebüh“) im Saalbau am Neumarkt zu Saarbrücken. „Nach dem Hinzutritt der Kunstmaler als Mitveranstalter entstand der „Premabüh“ (Quelle: SZ, 24.02.81), aus dem sich namentlich der PREMABÜBA entwickelte. Der erste eigentliche PREMABÜBA öffnete am 7. Februar 1948 im vom Krieg stark lädierten Saarbrücker Stadttheater (heute Staatstheater) seine Tore. „Das gemeinsame Kind der Bühnengenossenschaft, des Künstlerbundes und des Journalistenverbandes, vielgeliebt und sorgsam gehegt, erwies sich als überaus lebenskräftig“ (SZ, 24.02.84). Die Organisation des Balles übernahm bereits in den 50er Jahren der „Arbeits-Ausschuss PREMABÜBA“, welcher sich zum größten Teil aus Mitarbeitern des Theaters zusammensetzte. Etwa ein Jahrzehnt lang floss der Erlös des PREMABÜBA dem Wiederaufbau des Stadttheaters zu und danach noch über Jahre den Sozialkassen der Bühnenkünstler und –techniker, der Maler und Journalisten.

Ein Faschingsball wird Kult

Am Erfolg dieses Balles im Theater, sowie auch später in der Congresshalle, war vor allem das Dekorationsteam des Theaters beteiligt, die beide Veranstaltungsorte durch ihre aufwendigen Dekorationen jedes Mal verzaubert. Bereits ab dem zweiten PREMABÜBA mit dem Motto „Komm mit nach Tahiti“ wurde jeder Presse- Maler-Bühnen-Ball mit einem Motto versehen und entsprechend dekoriert. So gab es zum Beispiel 1956 ein „Blumenfest in Peru“, 1964 fühlte man sich „Wie damals in Paris“, 1968 bemerkte man „Hoppla schon zwanzig“ und 1982 kam „Südsee Romantik“ auf, um nur einige zu nennen. Technischer Leiter Emil Hoschke (SZ, 04.02.61) „Wir waren sehr erstaunt, dass über 2000 Menschen den Ball interessant fanden und besuchten. Dieses große Interesse stellte uns allerdings vor große Probleme. Wir haben das halbe Rathaus und die Uni in Homburg regelrecht ausgeräumt, um genügend Stühle zu bekommen. Die notwendigen Trinkgläser stellte uns der Wadgasser Betrieb Villeroy & Boch leihweise zur Verfügung und zwar aus einer Lieferung, die für Frankreich bestimmt war.“ Erst 1987 ging der organisatorische Teil des Festes an die „Kongresshalle BetriebsGmbH“ über und später an die Congress Centrum Saar GmbH.

Feste feiern wie sie fallen – und natürlich mit Starangebot

In den nun 60 Jahren waren schon viele Stars auf dem PREMABÜBA zu Gast, wie beispielsweise Zarah Leander, Mary Roos, Udo Jürgens, Karel Gott, Margot Werner, Ivan Rebroff, Marlene Charell, Rudi Carell, Katja Ebstein oder auch bekannte Kapellen wie Max Greger, Kurt Edelhagen, Jochen Brauer Band und die Pepe-Lienhard-Band. Diese begeisterten die PREMABÜBA-Gäste und sorgten für ausgelassene Stimmung und Frohsinn unter den Besuchern. Belege des Frohsinns ist folgender Presseausschnitt SZ, 07.03.73: Tausende geleerter Flaschen Champagner und Wein sprechen für ihre Konsumfreudigkeit. Der Bierumsatz dieser drei Nächte entsprach etwa dem Monatsumsatz der bestgehenden Gaststätten in Saarbrücken, rechnete der Theatermeister Franz Weisgerber vor.“ SZ, 01.03.73: „Für Karten für den ausverkauften Samstag werden Phantasiepreise geboten. Das bisher höchste kam mit 150 DM am Dienstag aus Kaiserslautern.“ (Ticketpreis 45 DM)“

Der PREMABÜBA heute

Nachdem 2007 der PREMABÜBA wegen der Renovierung des Großen Saales ausfallen musste, wurde 2008 wieder richtig groß gefeiert. Was in den letzten Jahren von dem ein oder anderen Besucher vermisst wurde, war der Auftritt von Stars auf dem PREMABÜBA. 2008 beim Jubiläum „60 Jahre“ war es wieder so weit: Stars, wie DJ Ötzi und Guildo Horn sollten alle alten und jungen Anhänger der größten Faschingsparty im Saarland begeistern. Auch die Dekoration hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert, die technischen Entwicklungen in Licht und Ton halten Einzug in den PREMABÜBA. Doch hat sich eines, wie ein roter Faden durch die Geschichte gezogen: die liebevoll oft selbst hergestellten, hochwertigen Faschingskostüme der Gäste, die das Bild des PREMABÜBA über 60 Jahre hinweg geprägt haben und die diesen Faschingsball so attraktiv machen. Und nach 60 Jahren ist es immer noch so, wie am Anfang: „Saarbrücken, das liegt da, wo der PEMABÜBA stattfindet“ (SZ, 10.02.1975)

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